Plan.
So funktioniert's: Der Wealth Officer von Zwei Wealth erstellt mit Ihnen eine auf Ihre Ziele ausgerichtete Vermögensstruktur und erarbeitet mit Ihnen eine dafür passende Anlagestrategie. Wir nennen das «Plan.». Die Grundlage unserer Beratung sind die Analysen unserer Experten.
Hier finden Sie die aktuellen Einschätzungen, die jeweils auch die Basis für Ihre eigene Anlagestrategie bilden.
Patrick Müller im Gespräch mit Klaus W. Wellershoff zur wirtschaftlichen Grosswetterlage.
Die wirtschaftlichen Indikatoren veränderten sich kaum. Das Wachstum entwickelt sich ordentlich und die Inflation verharrt – ausser in der Schweiz – auf zu hohen Niveaus. So erstaunt es wenig, dass die Portfoliorenditen zumeist einen positiven Jahresstart erlebt haben. Und trotzdem ist eine allgemeine Nervosität spürbar. Das Gold erklimmt neue Höhen und fällt danach, einzelne Firmen präsentieren Rekordergebnisse, während gleichzeitig ihre Aktienpreise korrigieren. Im Fachjargon nennt sich das Volatilität.
Chartbook und aktuelle Markteinschätzung
Strategische Fragestellungen
Welche Fragen sollten vor Anlageentscheiden geklärt sein? Wie werden Ziele sauber definiert, Rollen festgelegt und Entscheidungsprozesse strukturiert? Die strategischen Fragestellungen von Zwei Wealth beleuchten zentrale Grundsatzthemen rund um Vermögensmanagement, Governance und langfristige Ausrichtung, als Orientierung für fundierte Entscheidungen.
Zu den strategischen Fragestellungen
Wirtschaftswachstum: Je länger der Iran-Krieg dauert, desto trüber die Wachstums-Aussichten
Der Krieg im Iran hinterlässt zunehmend Spuren im globalen Wirtschaftsausblick. Besonders betroffen davon ist das Vertrauen der Konsumenten, welches traditionellerweise sehr sensibel auf steigende Ölpreise reagiert. Für die USA ist diese Entwicklung besonders heikel, da sich das amerikanische Wirtschaftswachstum zuletzt spürbar abgeschwächt hat und zudem in hohem Mass auf dem privaten Konsum fusste. Auf Unternehmensseite sind die Auswirkungen des Konflikts in den Stimmungsindikatoren von Mitte März bis anhin nur in begrenztem Ausmass sichtbar. Sollte der Krieg jedoch weiter anhalten, dürfte auch dort die Zuversicht allmählich abnehmen.
Insgesamt sind dies keine ermutigenden Signale für das Weltwirtschaftswachstum. Die Kombination aus verunsicherten Konsumenten und einer möglicherweise noch nicht vollständig erfassten Belastung auf Unternehmensseite birgt das Risiko einer breiteren Wachstumsabkühlung, besonders falls der Konflikt im Iran länger anhalten sollte.
Inflation: Mehr Inflationsdruck durch steigende Ölpreise – auch mittelfristig?
Die Inflationsentwicklung in den Industrienationen bleibt uneinheitlich. In Japan sorgte zuletzt insbesondere ein schwächerer Anstieg der Reispreise für etwas Erleichterung. In der Eurozone, den USA und Grossbritannien hingegen liegt die Kerninflation mit 2.4 Prozent, 2.5 Prozent und 3.2 Prozent weiterhin über den Zielvorstellungen der Notenbanken.
Der Krieg im Iran dürfte diesen Prozess zusätzlich erschweren. Steigende Ölpreise werden voraussichtlich die Gesamtinflationsraten in den Industrienationen nach oben treiben, besonders ausgeprägt im stark gasexponierten Grossbritannien. Darüber hinaus bergen sogenannte Zweitrundeneffekte, etwa durch höhere Produktionskosten entlang der Lieferketten, das Risiko, mittelfristig auch die Kernrate zu belasten. Wann und in welchem Ausmass sich diese Effekte materialisieren, bleibt jedoch ungewiss und wird massgeblich vom weiteren Verlauf des Konflikts abhängen.
Geldpolitik: Die erhofften Zinssenkungen in den USA werden wohl vorerst ausbleiben
Die geldpolitischen Sitzungen der grossen Zentralbanken standen im März im Zeichen hoher Unsicherheit. Der eskalierte Konflikt im Iran liess die Ölpreise zwar deutlich ansteigen, jedoch lässt sich das Ausmass und die Dauer des Preisdrucks und damit auch die Stärke der wirtschaftlichen Folgen weiterhin kaum abschätzen. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Europäische Zentralbank, die US-amerikanische Federal Reserve, die Bank of Japan sowie die Bank of England dafür, ihre jeweiligen Leitzinsen vorerst unverändert zu belassen.
Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beliess ihren Leitzins unverändert. Anders als die übrigen grossen Zentralbanken, die primär mit zu hohen Inflationsraten zu kämpfen haben, herrscht in der Schweiz Preisstabilität. Jedoch bereitet die wirtschaftliche Entwicklung ebenso Kopfzerbrechen wie der anhaltende Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken. Die SNB unterstrich damit erneut bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, weshalb die Bilanzgrösse in den nächsten Monaten weiter ansteigen dürfte.