Renditevergleich 2025

Im Finanzjahr 2025 zeigen sich erneut erhebliche Unterschiede in der Performance von Banken und Vermögensverwaltern. Die Auswertung von Zwei Wealth, basierend auf über 800 realen Portfolio-Management-Lösungen, kommt zum Schluss: Die Streuung der Renditen ist auf Rekordniveau.

Wie jedes Jahr hat Zwei Wealth die Performance von Banken und Vermögensverwaltern ausgewertet. Die breite Datenbasis aus mehreren hundert realen Portfolios erlaubt einen differenzierten und unabhängigen Blick darauf, welche Resultate im Jahr 2025 als marktgerecht gelten können – und wo deutliche Abweichungen festzustellen sind.

Der Vergleich zeigt erneut eine deutliche Streuung zwischen guten und schwächeren Resultaten. Für Anlegerinnen und Anleger bleibt es anspruchsvoll, die Qualität eines Vermögensverwaltungsmandats allein anhand von Marketingaussagen oder relativen Benchmarks zu beurteilen. Die Vergleichbarkeit von Nettorenditen ist nach wie vor begrenzt, insbesondere im Zusammenspiel von Kosten, Risikoprofil und tatsächlicher Umsetzung.

Zwar entwickelten sich die Finanzmärkte im Jahr 2025 insgesamt positiv, doch dies erhöhte zugleich die Anforderungen an die Umsetzung aktiver Vermögensverwaltung. Entsprechend traten Unterschiede in der Qualität der Mandatsführung deutlicher zutage.

«Unsere Auswertung zeigt erneut, dass sich die Leistungen von Vermögensverwaltern klar unterscheiden lassen. Trotz insgesamt positiver Märkte erzielten vergleichbare Mandate sehr unterschiedliche Resultat.» 

Patrick Müller
CEO Zwei Wealth

Volatile Aktienmärkte

2025 war erneut ein starkes, zugleich jedoch sehr volatiles Jahr für die Aktienmärkte. Nahezu alle wichtigen Indizes – darunter die US-, europäischen, schweizerischen und asiatischen Märkte – erzielten in lokalen Währungen Renditen von 15 Prozent oder mehr. Die ausgeprägten Auf- und Abwärtsbewegungen im Jahresverlauf führten jedoch zu erheblichen Unterschieden in der Umsetzung durch die Vermögensverwalter. Ihnen boten sich Chancen für eine Überperformance ebenso wie die Risiken für Fehler und damit Unterperformance.

In den von Zwei Wealth analysierten Aktienportfolios in Schweizer Franken zeigte sich eine Differenz von über 40 Prozentpunkten zwischen dem besten und dem schwächsten Mandat. Bereits ein CHF-Aktienportfolio mit einer Rendite von mehr als 8,3 Prozent zählte damit zur oberen Hälfte aller untersuchten Mandate.

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Rendite-Vergleich von Portfolios in Schweizer Franken

Hohe Streuung über alle Risikoprofile hinweg

Die ausgeprägten Leistungsunterschiede zeigten sich 2025 nicht nur bei reinen Aktienmandaten, sondern über alle Risikoprofile hinweg. Besonders deutlich wurde dies im traditionellen ausgewogenen Risikoprofil mit einer Aktienquote von rund 45 Prozent. Hier gingen die erzielten Renditen deutlich auseinander: von minus 4 bis plus 12 Prozent. Ein Resultat oberhalb des Medianwerts von 6,4 Prozent kann in diesem Umfeld als marktgerecht eingeordnet werden.

Auch im sehr konservativen Obligationensegment ohne Aktienanteil fiel die Streuung beträchtlich aus: Die Resultate bewegten sich zwischen minus 2 und plus 4 Prozent, bei einer Medianrendite von 0,7 Prozent.

Die Unterschiede zwischen guten und schwächeren Managern zeigten sich zudem deutlich über verschiedene Währungen hinweg. Sowohl in Euro- als auch in US-Dollar-Portfolios war die Streuung der Renditen ausgeprägt, wobei sie in diesen Portfolios mit steigendem Aktienanteil weiter zunahm.

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Rendite-Vergleich von Portfolios in Euro

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Rendite-Vergleich von Portfolios in US-Dollar

Der USD-Effekt war erheblich

Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die erzielten Renditen im Jahr 2025 war die Entwicklung der Währungen, insbesondere des US-Dollars. Während der Euro gegenüber dem Schweizer Franken lediglich rund 1 Prozent verlor, wirkte sich die Abwertung des US-Dollars deutlich stärker aus. Im Jahresverlauf wertete der USD um über 12 Prozent gegenüber dem Schweizer Franken ab.

Diese Entwicklung hatte spürbare Auswirkungen auf global ausgerichtete Portfolios. Gleichzeitig erzielten US-Dollar-Portfolios teils robuste Resultate. Im Obligationensegment lagen die Medianrenditen bei 6,6 Prozent, während Aktienmandate Medianwerte von bis zu 17 Prozent erreichten.

Der Stil macht den Unterschied

Das Jahr 2025 zeigte deutlich, dass unterschiedliche Anlagestile zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führten. Strategien mit Fokus auf Dividenden/High-Income funktionierten insgesamt gut und verzeichneten im Jahresverlauf verstärkte Zuflüsse von Kundengeldern, begünstigt durch das sinkende Zinsumfeld.

Wachstumsstrategien blieben insbesondere in den USA sowie in Portfolios mit hoher US-Gewichtung führend. Treiber dieser Entwicklung waren erneut grosse Technologie- und KI-Unternehmen, die das Marktgeschehen prägten. Auch Manager mit Momentum-Ansatz erzielten mehrheitlich Resultate oberhalb der breiten Benchmarks.

Value-Strategien erwiesen sich als widerstandsfähig, lieferten jedoch insgesamt keine Überperformance – mit möglichen Ausnahmen in ausgewählten europäischen Portfolios. Quality-orientierte Strategien hingegen blieben im Jahresverlauf vielfach hinter den Erwartungen zurück. Besonders US-lastige Quality-Portfolios wiesen teilweise sogar negative Renditen auf.

Passive Portfolios vor aktiven Managern

Passive Anlagestrategien lagen im vergangenen Jahr im Durchschnitt vor aktiv verwalteten Portfolios. Dieser Befund bestätigt die Ergebnisse früherer Auswertungen von Zwei Wealth. Entscheidend ist dabei jedoch die Einordnung: Der Durchschnitt verdeckt erhebliche Unterschiede innerhalb der Gruppe der aktiven Vermögensverwalter.

Während viele aktive Manager hinter den entsprechenden passiven Vergleichsstrategien zurückblieben, leisteten einzelne aktive Vermögensverwalter hervorragende Arbeit und erzielten eine klare Überperformance. Die Herausforderung bestand damit erneut darin, diese Anbieter zu identifizieren und ihrer Anlagestrategie konsequent zu vertrauen.

«Die Ergebnisse zeigen, dass pauschale Urteile wenig weiterhelfen. Passive Strategien liegen im Durchschnitt vorne, gleichzeitig gibt es aktive Manager, die den Markt klar übertreffen. Entscheidend ist nicht der Ansatz, sondern die Qualität der Umsetzung.» 

Patrick Müller
CEO Zwei Wealth

Die Auswertung zeigt zudem, dass aktives Management insbesondere bei Fixed-Income-Portfolios und in Märkten mit hohem Anteil an Small- und Mid-Cap-Unternehmen funktioniert. Ein Beispiel hierfür ist der Schweizer Markt.

Begleitete Mandate im Vergleich

Die Auswertung zeigt, dass Portfolios, die im Rahmen eines Wealth Office begleitet wurden, auch 2025 im Durchschnitt über den allgemeinen Medianwerten der untersuchten Mandate lagen.

 

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