Das erste Halbjahr 2026 im Rückblick – Was war eine «gute» Performance?
Wie jedes Jahr analysiert Zwei Wealth die Performance der Portfolios der Vermögensverwalter. Für das erste Halbjahr 2026 zeigt sich ein anspruchsvolles Bild: Die Finanzmärkte erzielten trotz geopolitischer Unsicherheit, Energiepreisschwankungen und veränderter Zinserwartungen positive Resultate – jedoch mit sehr grosser Streuung zwischen Regionen, Anlageklassen und Investmentstilen.

Die Streuung zwischen guten und schwachen Vermögensverwaltern war auch im ersten Halbjahr 2026 erneut sehr gross. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Ergebnisse regelmässig zu vergleichen und nicht nur absolute Renditen, sondern auch Risiko, Währungsumsetzung, Stilpositionierung und Kosten zu berücksichtigen. Gerade in einem Marktumfeld mit schnellen Rotationen war es für Privatkunden schwierig zu beurteilen, ob aktive Entscheidungen tatsächlich Mehrwert geschaffen haben.
Mit inzwischen über 550 Banken und Vermögensverwaltern auf unserer Plattform verfügen wir über einen sehr guten Überblick darüber, was als faires Ergebnis gelten kann. Insgesamt war das erste Halbjahr 2026 von widerstandsfähigen Aktienmärkten, einer erhöhten Marktbreite sowie einer weiterhin dominierenden Rolle von KI-Investitionen geprägt.
Starke, aber volatile Aktienmärkte
Das erste Halbjahr 2026 war für Aktienanleger trotz zwischenzeitlicher Rückschläge positiv. US-Aktien erzielten bis Ende Juni hohe einstellige bis niedrige zweistellige Renditen. Global betrachtet zeigte sich eine erhöhte Marktbreite: Schwellenländer und zyklische Industrie- und Infrastrukturthemen gehörten zu den Gewinnern. Schweizer Aktien entwickelten sich solider, aber weniger dynamisch als die stärksten internationalen Märkte, was CHF-Portfolios stärker von Titelselektion und Währungsmanagement abhängig machte.
Hohe Streuung über alle Risikoprofile hinweg
Reine Aktienmandate profitierten am stärksten von der Markterholung nach dem schwachen ersten Quartal, zeigten jedoch zugleich die grösste Bandbreite. Ausgewogene Portfolios konnten von steigenden Aktienmärkten und wieder attraktiveren Anleiheerträgen profitieren, sofern die Duration, Kreditqualität und Währungsrisiken aktiv gesteuert wurden. Sehr konservative Mandate lieferten stabilere, aber weiterhin vergleichsweise tiefe Renditen; hier entschied vor allem die Titelauswahl über den Unterschied zwischen durchschnittlicher und guter Performance.
In CHF war der Median globaler Aktienportfolios knapp unter +10%, allerdings mit einer sehr grossen Streuung von +30% bis -15%. Bei ausgewogenen Portfolios war der Median bei +5% mit einer Streuung von noch +8% bis -1.5%.
Der Stil macht weiterhin den Unterschied
Im ersten Halbjahr 2026 lieferten unterschiedliche Anlagestile erneut sehr verschiedene Resultate. Momentum-Strategien profitierten von anhaltend starken Trends in Technologiesektoren während pro-zyklische Value-Strategien durch das überraschend hohen Gewinnwachstum vieler Unternehmen stark an Wert gewannen. Defensive Qualitäts- und Dividendenstrategien lieferten Stabilität, blieben aber häufig hinter wachstums- und zyklischen Ansätzen zurück.
Aktives Management mit selektivem Mehrwert
Im ersten Halbjahr 2026 zeigte sich ein differenzierteres Bild als in Jahren mit sehr enger Marktbreite. Passive globale Aktienportfolios profitierten stark vom allgemeinen Aufwärtstrend, doch aktive Manager konnten dort Mehrwert schaffen, wo Rotation, Sektorstreuung und regionale Unterschiede ausgeprägt waren – insbesondere in Fixed Income, Schweizer Small- und Mid-Caps, ausgewählten Emerging Markets sowie bei Portfolios mit bewusstem Währungsmanagement. Entscheidend blieb jedoch die Managerselektion.
Ein Wealth Office zahlt sich aus
Kunden, die Unterstützung bei Analyse, Vergleich und Verhandlung erhalten, schneiden über die Zeit hinweg deutlich besser ab. Gerade im ersten Halbjahr 2026 zeigte sich, dass die Kombination aus Performancevergleich, Kostenkontrolle, Währungsanalyse und kritischer Managerselektion einen messbaren Unterschied machen kann.
Erfahren Sie, wie ein modernes Wealth Office aufgebaut ist und welche Vorteile der Ansatz für anspruchsvolle Anleger bietet.