Unter der Oberfläche – ein Abend voller Vielschichtigkeit und Zwischentöne

Mit «Beneath the Surface» lud Anna Maier zu einer Ausstellung ein, die sich mit den vielen Schichten des Lebens beschäftigt. Die Vernissage in der Villa Mythenstein bot Raum für Kunst, persönliche Geschichten und Gespräche über das, was oft unter der Oberfläche verborgen bleibt.

Am 21. Mai 2026 lud Zwei Wealth zur Vernissage «Beneath the Surface» von Anna Maier in die Villa Mythenstein an der Zürcher Genferstrasse. Die Ausstellung stiess auf grosses Interesse und zahlreiche Gäste schlenderten im geräumigen Erdgeschoss der Villa von Raum zu Raum und betrachteten die mal farbenfrohen, aus wilden und dennoch harmonischen Pinselstrichen bestehenden Werke («In My Head – Fragments» und «Energía – Fragments»), das ruhige, in harmonischen Farben gehaltene Unterwasserweltbild «Underwater Love II» oder das in eleganten Grüntönen gehaltene Werk «Home», das dank seines Resinüberzugs wunderbar das Licht reflektierte, als wäre es Glasmalerei.

Bereits beim Betreten der Villa zog eines der grossformatigen Werke oben an der Treppe im Entrée die Aufmerksamkeit auf sich: ein kreisrundes Bild, das sich mit seiner organischen Form wunderbar in seine Umgebung einbettet. Das Werk besteht aus vielen übereinandergelegten Farbschichten, was es einerseits besonders interessant für den Beobachter macht, denn mit jedem Blick scheint sich ein neuer Farbton zu offenbaren. Andererseits ist diese Vielschichtigkeit auch als Anspielung auf uns, den Menschen, und das Leben mit all seinen Gegensätzen zu verstehen.

Im Gespräch mit Nadeschda Hoidn Wiede erzählt Anna Maier von einem ihrer kreisrunden Bilder, das diese Mehrschichtigkeit und Widersprüchlichkeit besonders gut widerspiegelt: Als der Ukrainekrieg im Februar 2022 begann, stand Europa unter Schock – auch Anna Maier. Sie griff zum Pinsel und versuchte, das Innere irgendwie nach aussen zu tragen. Es entstand – wenig überraschend – ein düsteres Werk mit dunklen Farben. Unästhetisch und unverkäuflich. Statt einfach ein neues Bild zu malen, begann Anna Maier daraufhin, Schicht für Schicht helle Pastelltöne über die dunkle Farbe aufzutragen. Entstanden ist ein Werk, das eine Geschichte erzählt, die so alt ist wie die Menschheit selbst: eine von Elend und Hoffnung, von Scheitern und Wiederaufstehen. Man stellt fest: Die Fernsehmoderatorin, die sonst meist die Geschichten anderer erzählt, hat auch ihre eigene Geschichte – eine, die weit über die Oberfläche hinausgeht. «Beneath the Surface» eben.

Im Gespräch mit Nadeschda Hoidn Wiede kommt dann doch wieder die Moderatorin zum Vorschein. Zwischendurch griff Anna Maier selbst zum Mikrofon und stellte ihrer Interviewerin einige Fragen. Es entstand ein sympathisches Gespräch, bei dem man beispielsweise erfuhr, dass Anna Maiers Leben schon seit jeher von der Kunst begleitet wird. Ihr Elternhaus roch stets nach Terpentin, und irgendwo stand immer eine Leinwand mit einem unfertigen Gemälde. Als sie ihre eigene Tochter bekam, wandte sie sich selbst wieder intensiver der Kunst zu. Nicht etwa aus nostalgischen Erinnerungen an die eigene Kindheit; der Powerfrau wurde es schlicht zu langweilig während des Mutterschaftsurlaubs, wie sie lachend erklärte – gefolgt von einem liebevollen Augenzwinkern an ihre mittlerweile erwachsene Tochter, die sich ebenfalls im Publikum befand.

Beim kurzen Austausch zwischen den beiden Frauen wurde auch wieder klar, weshalb Zwei Wealth und Kunst so gut zusammenpassen: Zwei Wealth sieht in Reichtum weit mehr als nur Vermögen, Zahlen und finanzielle Anlagen – sondern auch Kultur, Begegnungen sowie die Fähigkeit, sich von Kunst berühren zu lassen. Mit der Vernissage «Beneath the Surface» entstand ein Abend, der genau dafür Raum liess. 

Impressionen des Abends